Outdoor-Experiment Nr. 1.0

Outdoor-Experiment Nr. 1.0

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Wisst Ihr wie schön es ist die Milchstraße zu sehen? Wenn man in einer Stadt, wie zum Beispiel mitten in Berlin wohnt, ist sie wegen der Lichtverschmutzung nicht so wirklich erkennbar. Doch wenn man die Stadt verlässt und an einen Ort geht, wo sich die Zivilisation Kilometer weit weg befindet, dann hinauf in den Himmel schaut, und über einem die Milchstraße erstrahlt, dann ist das ein schönes und ehrfürchtiges Erlebnis. Und dann fühlt man sich so winzig klein in diesem gigantischen Universum, dass einem gar unendlich erscheinen mag. Vielleicht träumt man auch davon mit einem Raumschiff das Weltall zu erkunden.

Im Sommer, grade um die Sommersonnenwende, sind die Nächte sehr kurz. Man hat nicht so viel Zeit in der Nacht dieses gewünschte Spektrum der Milchstraße zu erblicken und zu erleben. Da sollte das Wetter auch schön sein. Ja, und natürlich wolkenfrei. Eine klare Sicht und kein Regen wäre dabei wünschenswert. Doch mittlerweile wird das Wetter unterschiedlich vorhergesagt. Die Voraussagen schwanken stündlich hin und her. Und dies in den Extremen zwischen klarem Himmel und Gewitter. Das ist schlecht wenn man eine Outdoor-Tour vorhat, mit dem Ziel die Milchstraße in der Nacht zu beobachten. Dazu wenn man kein Zelt mitnehmen möchte, indem man sich zur Not verkriechen kann, falls es doch regnet oder plötzlich anfängt zu gewittern. Dann würde das sprichwörtlich alles zu Nichte machen. Und dann wäre der Spaß so richtig vorbei. Man würde zwar in Jägerständen dem Regen entgehen können, doch mit der Sicht zum Himmel wäre es das dann gewesen. Die ganze Aktion wäre dann für die Katz!

Aber als Remote Viewer sind wir in der Lage das Wetter von einem Ort, in einer nicht allzu lang entfernten Zeit, zu ermitteln. Theoretisch sollte das zumindest machbar sein. Doch wie das Leben eines Remote Viewers so ist, hat man selten Viewer parat die man kurzfristig blind auf ein Target schicken kann. So blieb uns auf die Schnelle nur das ARV (Associative Remote Viewing) übrig. Damit kann man Viewer auch frontloaded (mit Vorwissen) ein Target bearbeiten lassen, wenn es sich bei der Fragestellung zum Beispiel um Ja und Nein Fragen handelt. Der Vorteil ist, dass man selber das Target erstellen und viewen kann, solange man die verknüpften Bilder vorab nicht kennt! Ich bin mir bewusst, dass viele Leser nicht wissen was ARV ist, und wie das funktioniert. Meine Erfahrung ist, dass sie das immer noch nicht wissen, nachdem man es ihnen erklärt hat.

Kurz: ARV ist kein eigenes RV-Protokoll! Sondern man verbindet vorgefertigte Antworten mit Bildern, und arbeitet die nach dem Protokoll, welches man eben gelernt hat, ab. Jetzt wissen diejenigen aber vermutlich genauso viel wie vorher. Ich zeige das ARV anhand von ‘Hypo’. Er wollte mit mir als Outdoorexperten in den Wald, um die Milchstraße zu sehen. Ich hatte leider keine Zeit ein Target zu erstellen und erklärte Hypo kurz, wie man selbst ein ARV-Target erstellen kann. Ich überließ ihm (mit ein paar Tipps vorweg) die freie Hand bei der Fragestellung. Dazu stellte ich ihm einen Targetpool zur Verfügung.

„Können Hypo und Arbo am Ort X* vom 27.06.2020 zum 28.06.2020 zwischen 0:00 und 3.00 die Milchstraße sehen? Durchgehend bei klaren Wetterverhältnissen ohne Wolken und Regen?“ X = Der Ort wurde definiert, wird aber geheim gehalten.

Dazu wurde aus einem Targetpool die jeweilige Antwort mit einem Bild verknüpft:
Ja = Bild S01
Nein = Bild S05

Normalerweise nimmt man zum Verknüpfen Foto-Bilder, da sie sich für die Auswertung wohl am besten eignen. Diesmal wurde der Targetpool verwechselt und es wurden Symbol-Targets verknüpft, die ich zum Üben erstellt hatte, und nicht explizit für ARV. Aber nun gut. Es hat dennoch funktioniert, anscheinend vielleicht sogar besser als mit fotografischen Bildern.

Die Antwort „Ja“ wurde mit diesem Bild verknüpft:

Die Antwort „Nein“ mit diesem:

Bei der Auswertung von Hypo’s Session, mit dem APPI Analysis Review Tool (ich habe die Formel etwas ins Deutsche übersetzt) kam ich auf ein Ergebnis von 5,01 zu 2,45 für Bild S01. Somit trifft laut der Session die Antwort A zu: „Können Hypo und Arbo am Ort X* vom 27.06.2020 zum 28.06.2020 zwischen 0:00 und 3.00 die Milchstraße sehen? Durchgehend bei klaren Wetterverhältnissen ohne Wolken und Regen?“ = Ja

Bild S01: (FIGa+Ea:ZdE) x 3,5 = (0,8 + 12 : 19) x 3,5 = 5,01
Bild S05: (FIGb+Eb:ZdE) x 3,5 = (0,2 + 9,5 : 19) x 3,5 = 2,45
Die detaillierte Auswertung könnt Ihr hier ansehen und nachrechnen: Zur Auswertung

Es gibt natürlich verschiedene ARV-Auswertungsmethoden. Welche nun die Beste ist, kann ich nicht sagen. Muss man wohl selber austesten. Mit der oben genanten Variante habe ich gute Ergebnisse erzielt (sie nützt aber womöglich nur von S1 bis S4).

„Nunja“, da die Antwort mit großer Wahrscheinlichkeit A war, sagte ich zu dieser Tour zu. Doch ehrlich, ich schrieb das „Nunja“ deswegen, da ich eigentlich aus Faulheit keine Lust hatte, loszugehen. Da aber das Ergebnis eindeutig JA war dachte ich: “So WTF, Los geht’s, Sachen packen und los.”

Irgendwo war es mir egal, da ich fast überall schlafen kann, doch schlummerte in mir auch den Wunsch die Milchstraße zu erblicken. Die hatte ich lange nicht mehr gesehen. Aber ich bin ja nicht alleine, es geht ja nicht nur um mich. So dass die Faulheit und das Ego diesbezüglich in den Hintergrund rückten. Da das Endergebnis ‘A’ war und meiner Meinung nach RV vertrauen kann, sollte es also gut gehen!

Hypo sagt dazu: “Naja, ich stellte mir die Frage, wie groß mein Vertrauen in RV ist. Wetterbericht sagt Wolken und Regen. ARV sagt klarer Himmel. Da stand ich nun. Es war letztendlich auch irgendwie eine Vertrauenssache. Ich hatte mich dann entschieden das Risiko als minimal anzusehen, da meine bisherige RV Sessions starke Hits waren und ich auf meine Fähigkeiten eigentlich vertrauen kann. Letztendlich wurde ich nicht enttäuscht :)“

Und das wurden wir auch nicht. Um 0:20 Uhr war der Himmel wolkenfrei, und auch der Mond, der noch sehr hell war, ging Richtung Horizont. Über uns erstreckte sich ein wolkenfreier Himmel, der bis 3 Uhr Nachts hinaus ging. Erst gegen Morgens (3:30-4:30 Uhr) kamen wieder Wolken auf. Man kann sagen ‘punktgenau’ zur Fragestellung (kurz davor war es bewölkt, und kurz danach auch, aber zu der Hauptzeit war es frei, so unglaublich frei). Die Milchstraße kam auf, dazu der Jupiter und der Saturn. Der einzigste Nachteil waren die Mücken auf dem freien Feld. Mückenfrei war ja auch nicht in der Targetformulierung angegeben. Trotz der Mückenplage hat sich der Ort gelohnt. Und es war eine schöne Erfahrung der ARV-Session zu vertrauen.

Am Morgen erschien noch das am Himmel:

Foto © Arbo von Bergmann – Juni 2020

Ein Pfeil. Ein lustiger Zufall.

Wenn man schon Remote Viewing betreibt, und bisher gute Erfahrungen mit der Methode gemacht hat, ist es ein weiterer Lerneffekt, den Ergebnissen einer RV-Session zu vertrauen, indem man einfach sagt: „OK, das kam dabei raus, gut, dann glauben wir das“. Vor allem wenn man die Verantwortung trägt und jemand anders dabei hat, dann sollte man sich sicher sein, das man den Glauben aufbringen kann, dass das Ergebnis stimmt.

Es war das erste Live-Experiment (von unserer Seite) mit einer ARV-Session. Und letztendlich hat es doch ganz gut funktioniert.

Und ich kann mir nicht verkneifen das Wort „Oberaffentittengeil“ zu erwähnen.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

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    Maria Sand

    Hallo, Das ist sehr interessant, aber da es um ja, oder nein ging, ist die Wahrscheinlichkeit, richtig zu liegen, 50%. Wie ich sehe, habt ihr auch erst am 2. Juli gepostet, also nachdem alles vorbei war. Wenn ihr andere überzeugen wollte, müsst ihr es vorher posten – also vor dem Ereignis – und es muss ein Ereignis sein, welches jeder leicht überprüfen kann. “Irgendwo in einem Wald”, ist nicht überprüfbar. Macht das mal so. Wäre sehr interessant. Trotzdem müsstet ihr auch noch mehrmals richtig liegen, mit eurer Prognose. Einmal ist – aus wissenschaftlicher Sicht – zu wenig.

    LG

    1. Avatar
      Hvpo

      Hallo Maria,

      ich denke nicht das der Verfasser hier irgendjemanden überzeugen möchte. Es ist frei zugängliches Material, um RV Interessierten konstruktive Möglichkeiten aufzuzeigen. Das große Problem ist das Glauben und das Wissen. Du GLAUBST nicht das es funktioniert, aber wissen tust du das nicht. Im Gegensatz dazu, hört sich für dich vielleicht arrogant an (ist es aber nicht), WISSEN wir (RVler) das es funktioniert und sind weit über das Glauben hinaus. Kleiner Tip, glaube uns nichts, überprüfe es selber. 😉

      Mit Verlaub des Autors, verlinke ich hier einmal auf eine von unzähligen wissenschaftliche Feldstudien die sich mit ‘Remote Viewing’ beschäftigen.

      Universität der Bundeswehr in Hamburg (July 2017):
      https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/psychologie/machbarkeitsstudie-liefert-belege-fuer-aussersinnliche-fernwahrnehmung-13372457

      Viele interessantes Material findest du auch in der öffentlichen Online Bibliothek der CIA:

      https://www.cia.gov/library/readingroom/search/site/remoteviewing

      Aber nicht alles auf einmal bitte. Es könnte dein Weltbild erschüttern 😉

      LG
      Ein RVler

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